Anwendungsszenarien: Antriebsbatterien dienen primär der Stromversorgung mobiler Geräte, insbesondere in Bereichen mit dynamischem Energiebedarf. Hauptanwendungsgebiete sind Elektrofahrzeuge sowie kleinere Geräte wie E-Bikes und Elektrowerkzeuge. Die zentrale Anforderung ist die kontinuierliche Stromversorgung auf begrenztem Raum.
Energiespeicherbatterien dienen der Speicherung und dem planbaren Einsatz von Energie. Diese lassen sich in folgende Bereiche unterteilen: Netzseite: Einsatz zur Lastspitzenkappung und zum Ausgleich von Lastschwankungen – Speicherung von Strom tagsüber und dessen Abgabe nachts zur Deckung des Strombedarfs. Seite Erneuerbare Energien: Unterstützung von Photovoltaik- und Windkraftprojekten zur Speicherung von instabilem Ökostrom und zur Bewältigung von Abregelungsproblemen bei Wind- und Solarenergie. Nutzerseite: Notstromlösungen für Industrie- und Gewerbebetriebe, Heimspeichersysteme und Notstromversorgung für Kommunikationsbasisstationen.
Die zentrale Anforderung an Energiespeicherbatterien ist die „langfristige, stabile Energiespeicherung und -entladung“. Im Vergleich zu Antriebsbatterien sind die Anforderungen an Baugröße und Platzbedarf deutlich geringer.
Aus Anwendungssicht konkurrieren Antriebsbatterien daher hauptsächlich mit traditionellen fossilen Brennstoffen, während Energiespeicherbatterien vor allem mit anderen Energiespeichertechnologien (wie Pumpspeicherkraftwerken und Wasserstoffspeichern) konkurrieren.
Technische Anforderungen: Hohe Energiedichte vs. Hohe Zyklenfestigkeit und Sicherheit
Als Herzstück mobiler Geräte zielen Antriebsbatterien primär auf hohe Energiedichte und Benutzerfreundlichkeit ab, um größere Reichweiten und Kilometerstände bei gleichzeitiger Gewährleistung der Sicherheit zu erzielen. Ihre geplante Lebensdauer entspricht typischerweise der von Elektrofahrzeugen und liegt bei etwa 5–8 Jahren, was kürzer ist als die von Energiespeicherbatterien. Energiespeicherbatterien hingegen, als stationäre „Energiespeicher“, die nicht bewegt werden müssen, stellen geringere Anforderungen an die Energiedichte. Aufgrund des Bedarfs an häufigem und langem Laden und Entladen müssen sie jedoch eine höhere Zyklenfestigkeit aufweisen, die in der Regel 10 Jahre übersteigt. Darüber hinaus sind Energiespeichersysteme in der Regel groß angelegt und erfordern einen langfristigen, kontinuierlichen Betrieb, wodurch strengere Anforderungen an Sicherheit und Kostenkontrolle gestellt werden.
